Formstoffe

Die Maßhaltigkeit von Gussteilen wird insbesondere bei filigranen Geometrien wesentlich vom Verzug der eingelegten Sandkerne während des Gießens beeinflusst. Dieser bisher wenig berücksichtigte Teil des Gießprozesses gewinnt durch die Zunahme von anorganischen Bindersystemen und die dadurch verursachte Prozessumstellung stärker an Bedeutung. Ziel der Forschung ist es, den Verzug von Sandkernen und die verzugsrelevanten wesentlichen Einflussgrößen für die Maßhaltigkeit des Bauteils zu verstehen und mithilfe von Simulation vorherzusagen sowie zukünftig auch durch Berücksichtigung nicht vermeidbaren Verzugs bereits in der Konstruktion der Kernkästen zu minimieren.

Kernschießen

Das Spektrum der Kernschießaggregate reicht von wenigen Kubikzentimetern Kernvolumina bis hin zu 12l im Einschussbetrieb. Dabei können nahezu alle Kernbindersysteme Verwendung finden. Das neue Herzstück des Anlagenparks stellt eine 12-Liter-Kernschießmaschine des Typs Röper FCJ12C-K dar, die durch ein angekoppeltes Universalbegasungsgerät und teilautomatisierbarem Betrieb industriellen Ansprüchen genügt. Diese Maschine ist aufgrund ihrer flexiblen Konzeption sowohl für die Durchführung von Grundlagen- als auch Industrieprojekten geeignet.
Die Servicepalette reicht von der Unterstützung bei der Kernkastenauslegung über die Prototypenfertigung bis hin zur Kleinserie. Laborproben sowie Kerne für den Kokillen- und Sandguss realer Gussteile werden gefertigt. Die Modellierung der Kernbegasung wird ebenfalls in Grundlagenprojekten untersucht.

Rapid-Prototyping

Innerhalb der Gießerei-Industrie hat sich Rapid-Prototyping zunehmend zur Herstellung von Formen und Modellen für Prototypen und Kleinserien etabliert. Für aktuelle Projekte können neben verlorenen Modellen für den Feinguss auch Sandformen per Rapid-Prototyping in eigenen Anlagen hergestellt werden.